Reduzierung der Kühllasten im Sommer

Reduzierung der Kühllasten im Sommer

Die klassische Aufgabe des Sonnenschutzes ist der Schutz vor Überhitzung durch ungehinderte Sonneneinstrahlung. Ohne moderne Technik können Räume schnell überhitzen. Die Kombination von außen- und innenliegenden Sonnenschutzprodukten senkt deutlich die Gefahr der Überhitzung eines Raumes. 

  • Außenliegender Sonnenschutz
    Bei außenliegenden Produkten funktioniert dies besonders gut. Die Strahlung wird vor der Verglasung abgefangen und kann nicht in die Räume eindringen und diese aufheizen.
    Außenliegende Produkte:
  • Innenliegender Sonnenschutz

    Auch innenliegender Sonnenschutz kann das Aufheizen von Räumen reduzieren. Die bereits durch die Verglasung eingedrungene Strahlung muss durch den Sonnenschutzbehang wieder nach außen reflektiert werden. Dazu ist ein hoher Reflexionsgrad von Vorteil.

  • Energieeinsparverordnung (EnEv)

    Seit 1. Mai 2014 ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEv 2014) in Kraft, die insbesondere die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz verschärft hat. Der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes erfolgt anhand der DIN 4108-2:2012-02. Das vereinfachte Nachweisverfahren wurde gegenüber der vorherigen Ausgabe der Norm überarbeitet und an das komplexere Verfahren mittels thermischer Simulation angepasst. Dadurch ergibt sich häufig eine Verschärfung der Anforderungen an den Sonnenschutz. In Fällen wo in der Vergangenheit kein Sonnenschutz nötig war, wird heute teilweise eine Sonnenschutzvorrichtung angebracht werden müssen.

    Hier erhalten Sie Infos zu Abminderungsfaktoren von verschiedenen Sonnenschutzprodukten.

  • Tipps für die richtige Handhabung
    • Öffnen Sie die Fenster solange die Temperatur im Freien niedriger ist als im Gebäude
    • Schließen Sie das Fenster, sobald die Außentemperatur die Innentemperatur übersteigt
    • Wenn ein Lüften bei hoher Außentemperatur erforderlich ist, dann lüften Sie kurz aber intensiv
    • Nutzen Sie möglichst Querlüftung
    • Lassen Sie den Sonnenschutz den ganzen Tag soweit geschlossen (auch wenn die Sonne noch nicht direkt in den Raum scheint), dass es gerade noch so hell ist, dass kein Kunstlicht benötigt wird. Im sichtbaren Anteil der Solarstrahlung steckt sehr viel Energie und je mehr Energie in den Raum gelangt umso stärker erwärmt er sich
    • Regeln Sie den Sonnenschutz so nach, dass die optimale Beleuchtung mit Tageslicht über den ganzen Tag erhalten bleibt
    • Vermeiden Sie künstliche Beleuchtung, denn Tageslicht bringt pro Watt bis zu viermal mehr Helligkeit als Kunstlicht, somit heizt Kunstlicht den Raum bis zu viermal stärker auf als Tageslicht. Tageslicht steigert außerdem das menschliche Wohlempfinden
    • Abends sollte der Sonnenschutz geöffnet werden, um die Nachtauskühlung zu begünstigen
    • Fahren Sie den Behang über die komplette Fensterhöhe nach unten. Wenn auf „Schattenkante“ gefahren wird kann diffuse Streustrahlung durch die nicht „bedeckten“ Bereiche des Fensters ungehindert eindringen.